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# Winter 2018/2019

Schuldscheindarlehen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – gerade im Mittelstand.

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Schuldscheindarlehen: Idealer Einstieg in den Kapitalmarkt

Die wachsende Beliebtheit von Schuldscheindarlehen ist kein Zufall: Sie eignen sich zur langfristigen Kapitalbeschaffung, sind unbürokratisch in der Handhabung, flexibel in der Ausgestaltung und bieten gerade für den Mittelstand einige Vorteile, beispielsweise gegenüber Anleihen. Bei großen Firmen boomen Schuldscheindarlehen schon lange, mittlerweile ziehen immer mehr mittelständische Unternehmen nach.

Noch vor einigen Jahren betrachteten mittelständische Unternehmen den Gang an den Kapitalmarkt als eher exotisches Unterfangen. Für die Unternehmensfinanzierung wurden Kredite bevorzugt; vergleichsweise wenige Mittelständler nutzten die Fremdkapitalaufnahme per Schuldscheindarlehen oder Anleihe. Entsprechend niedrig war etwa das Emissionsvolumen speziell dieser Emittenten. Im Jahr 2007 lag es bei 800 Mio. Euro. 2016 aber hatte sich das Emissionsvolumen bereits auf mehr als 28 Mrd. Euro erhöht!

Die Gründe für die vermehrte Aufnahme von Schuldscheindarlehen in den Finanzierungsmix sind vielfältig: Mittelständische Unternehmen können dadurch ihre Kapitalbasis verbreitern, die Abhängigkeit von Bankkrediten verringern und erstmals „Kapitalmarkt-Luft schnuppern“.

Schuldscheindarlehen lassen sich in ihrer Ausgestaltung exakt an individuelle Anforderungen anpassen.
Schuldscheindarlehen oder Anleihe?
Während Anleihen dadurch charakterisiert sind, dass man erst bei sehr großen Volumina verschiedene Laufzeiten anbieten kann, ist dies bei Schuldscheindarlehen bei allen Volumina möglich, also auch bei kleinen. Diese Flexibilität zeigt sich ebenso bei den Zinskonventionen, wo sowohl variable als auch feste Tranchen möglich sind. Ein zuverlässiges und stabiles Marktumfeld rundet die Vorteile für mittelständische Unternehmen ab.

Ein Schuldscheindarlehen ist im Gegensatz zur Anleihe kein Wertpapier. Dadurch entfällt unter anderem die Erstellung eines Prospekts. Und auch durch die schlanke Dokumentation halten sich die Anwaltskosten in überschaubaren Grenzen.

Flexibilität in der Ausgestaltung
Die Ausgestaltung der Schuldscheindarlehen bietet ein hohes Maß an Flexibilität: Transaktionen können in Tranchen mit fixen und variablen Kupons aufgeteilt werden. Fremdwährungen, auch in Teilbeträgen, sind ebenfalls möglich. Das erzielbare Volumen kann von kleinen Größen (20 bis 30 Mio. Euro) bis zu Volumina im Milliardenbereich variieren. Auch die Laufzeiten können unterschiedlich und flexibel gestalten werden: von Kurzläufern (zwei bis drei Jahre) bis hin zu zehnjährigen Tranchen lassen sich verschiedene Laufzeiten gleichzeitig realisieren. So kann der Darlehensnehmer mit einer einzelnen Transaktion ein für ihn passendes Laufzeitenprofil etablieren.

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