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# Winter 2018/2019

Preh ist weltweit einer der Technologieführer bei Bediensystemen im Fahrzeuginterieur.

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Automotive-Spezialist Preh: Am Kapitalmarkt doppelt erfolgreich

Was tun, wenn ein international stark wachsendes Unternehmen seinen Finanzierungsbedarf zusätzlich zu einem bestehenden Konsortialkredit um ein Schuldscheindarlehen erweitern will? Geht das überhaupt? Die Antwort der Commerzbank: mit dem richtigen Partner kein Problem.

Car Infotainment, Fahrzeugvernetzung, Telematik und E-Mobility – wenn es um aktuelle Trends im Bereich Automotive geht, fällt bald der Name Preh Gruppe. Das 1919 am Stammsitz in Bad Neustadt/Saale gegründete Unternehmen gehört seit 2011 zur Joyson-Gruppe aus dem chinesischen Ningbo, die zu den weltweit 30 größten Automobilzulieferern zählt.

Innerhalb der Gruppe repräsentiert Preh den Unternehmensbereich Automotive Electronics und konzentriert sich auf die Entwicklung und Herstellung von Human-Machine-Interfaces (HMI), Steuergeräten für E-Mobility-Anwendungen, Navigationssystemen und Connectivity-Lösungen. Die Produkte von Preh sind in zahlreichen Fahrzeugen namhafter Automobilhersteller zu finden, beispielsweise Audi, BMW, Daimler, Porsche oder Rolls-Royce. Rund 7.000 Mitarbeiter in Deutschland, China, Polen, Portugal, Rumänien, den USA und Mexiko erwirtschaften einen Jahresumsatz von deutlich über 1 Mrd. Euro.

Steuergeräte von Preh für das Batteriemanagement in Elektroautos sorgen dafür, dass die Zellen gleichmäßig laden und entladen.
Laufzeiten strecken, Investorenbasis verbreitern und Marktumfeld nutzen
Seit vielen Jahren ist die Commerzbank strategischer Finanzpartner der Preh Gruppe. Sie fungiert insbesondere als Arrangeur und Bookrunner der zentralen Gruppenfinanzierung in Form eines maßgeschneiderten Konsortialkredites. Im vergangenen Jahr wandte sich die Preh Gruppe an die Kapitalmarktspezialisten der Bank, um ihr Finanzierungsspektrum durch die Begebung eines Schuldscheindarlehens (SSD) zu erweitern. Das Ziel: das Laufzeitenprofil strecken und die Investorenbasis verbreitern. Außerdem bot das SSD-Marktumfeld sehr günstige Bedingungen für gute Bonitäten, die sich Preh langfristig sichern wollte.

Drei-Stufen-Plan zur Umsetzung
Grundsätzlich ist ein Nebeneinander von Konsortialkredit und SSD möglich, es müssen aber bestimmte Voraussetzungen vorliegen bzw. geschaffen werden. Die Commerzbank setzte zusammen mit Preh einen eigenen Drei-Stufen-Plan auf. Zunächst musste der bestehende Konsortialkreditvertrag durch Änderungsanfragen an die Konsorten so verändert werden, dass die geplante SSD-Begebung aus struktureller Sicht möglich wurde und nicht gegen die Regelungen des Konsortialkredites verstieß. Dies betraf insbesondere die Freigabe der Sicherheiten des Konsortialkredites.
Im zweiten Schritt erfolgte dann die Begebung des SSD mit der Commerzbank und einer anderen Bank als Arrangeur. Im dritten Schritt wurde der Konsortialkreditvertrag erhöht, um einen neuen Konsorten erweitert und zeitlich verlängert. Das neue Finanzierungspaket in Höhe von 400 Mio. Euro umfasst nun einen Konsortialkredit von 250 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 5 + 1 + 1 Jahren sowie ein SSD mit Laufzeiten von 3, 5 und 7 Jahren von zusammen 150 Mio. Euro.

Bildrechte: Preh Gruppe