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# Winter 2018/2019

Die vierte Phase des EU-Emissionshandels zielt auf eine weitere Reduktion des CO₂-Ausstoßes.

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Neue Regeln im Emissionshandel: Jetzt Risiken aktiv managen

Die Europäische Union hat neue Regeln für die vierte Phase und die Reform des EU-Emissionshandels (EU Emissions Trading System – ETS) beschlossen. Hier ist insbesondere die Einführung der Marktstabilitätsreserve (MSR) relevant. Diese tritt zwar erst im Jahr 2019 in Kraft, die Auswirkungen sind aber bereits jetzt zu spüren. So sind die Preise für CO₂-Emissionszertifikate zwischen Juni 2017 und November 2018 um fast das Dreifache gestiegen. Für Unternehmen mit einem hohen Ausstoß des klimaschädlichen Gases kann das zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.

In Phase 4 des EU-Emissionshandels wird die Anzahl der kostenlosen und zur Versteigerung kommenden EU-Emissionsberechtigungen ab 2021 jährlich um 2,2 Prozent gesenkt werden statt wie bislang vorgesehen um 1,74 Prozent. Das soll zu einer Reduktion des CO₂-Ausstoßes um 556 Mio. Tonnen zwischen 2021 und 2030 führen. Außerdem wird die Entnahmerate durch die Marktstabilitätsreserve zwischen 2019 und 2023 von 12 auf 24 Prozent des kumulierten Vorjahresüberschusses verdoppelt. Und: Von 2023 an können Zertifikate aus der MSR gelöscht werden, um einen Überschuss an Emissionsrechten abzubauen.

All dies dürfte nach Expertenansicht dazu führen, dass die Preise für EU-Emissionsberechtigungen steigen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, sich mit den Spezialisten der Commerzbank über mögliche Szenarien auszutauschen und vorauszuplanen.

Unterstützung im gesamten Prozess des Emissionshandels
Die Commerzbank arbeitet seit 2015 nicht nur selbst CO₂-neutral. Sie war auch einer der ersten und ist inzwischen einer der führenden Akteure im Emissionshandel. Damit verfügt sie über das Know-how und die Produkte, um Risiken von Unternehmen zu analysieren und sie bei der Umsetzung entsprechender Handelsstrategien zu unterstützen. Das beginnt schon bei der aktuellen Information über relevante Entwicklungen im Bereich Emissionshandel, gesetzliche Änderungen und neue Trends. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich die Chancen und Risiken der vierten Phase des EU-Emissionshandels.

Die Commerzbank unterstützt Unternehmen im gesamten Prozess des Emissionshandels, von der Zuteilung der Berechtigungen bis zur Abrechnung im Folgejahr.
Handlungsoptionen eines individuellen Risikomanagements
Sie berechnet auf Grundlage von Unternehmensangaben einen möglichen Überschuss oder ein Defizit an Emissionsberechtigungen und stellt konkrete Handlungsoptionen vor. Gemeinsam mit dem Unternehmen wird das zu ihm passende, individuelle Risikomanagement inklusive der sich daraus ergebenden Handlungsstrategien entwickelt. Zentral sind in diesem Zusammenhang folgende Fragen: Wie groß sind die Auswirkungen auf das Unternehmen und wie kann man sich gegen diese Risiken absichern sowie die Chancen nutzen?

Um ein Beispiel aus einer Vielzahl verschiedener Absicherungsinstrumente zu nennen: Der Terminkauf (Forward) von EU-Emissionsberechtigungen (EUA), EU-Luftverkehrsgutschriften (AEUA) oder Projektzertifikaten (CER) zu einem festgelegten Termin in der Zukunft bietet die Möglichkeit, sich gegen steigende Preise abzusichern in dem Emissionsrechte für die aktuelle oder künftige Periode gekauft werden. In diesem Zusammenhang ermöglichen Limit-Orders gerade mit Blick auf die Volatilität bei den Preisen von EU-Emissionsberechtigungen große Flexibilität beim Kauf bzw. Verkauf. Was immer auch infrage kommt: Die Commerzbank bietet im CO₂-Emissionshandel Services und Lösungen, die zugeschnitten sind auf die strategische Ausrichtung, die generelle Philosophie und die Art des Risikos eines Unternehmens.

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