Aktuelles für Firmenkunden

# Winter 2018/2019

Die „Belt & Road“-Initiative orientiert sich an der berühmten historischen Seidenstraße.

Internationalisierung

Auf der Seidenstraße zu neuen Aufträgen und Märkten

Investitionen von mehr als 900 Mrd. US-Dollar, über 70 beteiligte Länder und ein großes Ziel: Die „Belt & Road“-Initiative (BRI), in Deutschland meist als „neue Seidenstraße“ bezeichnet, gilt als der größte Wirtschaftsplan des 21. Jahrhunderts. Sie soll Asien, Afrika und Europa künftig enger miteinander verbinden, die wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern und den Handel zwischen den beteiligten Ländern intensivieren. Grundlage ist ein weitgehend neu zu errichtendes Netzwerk von Routen über Straßen, per Eisenbahn oder Schiff.

Die chinesische Millionenmetropole Chongqing, einer der vielen Standorte, die durch die neue Seidenstraße besser in die internationalen Handelswege eingebunden werden – unter anderem mit einer direkten Bahnverbindung über 10.300 Kilometer nach Duisburg.

Im Rahmen der BRI werden die Infrastruktur der Seerouten und die Verkehrswege zu Land zwischen Asien, Afrika und Europa ausgebaut. Neue Autobahnen und Flughäfen entstehen, Häfen und Eisenbahntrassen kommen auf den aktuellen Stand der Technik, sodass die Transportzeiten drastisch verkürzt werden.

Rahmenabkommen mit der größten Bank Chinas
Die vielen Projekte der neuen Seidenstraße eröffnen gerade deutschen Unternehmen – Deutschland ist Europas bedeutendster Partner der BRI – attraktive Chancen, mit ihrer technologischen Expertise und ihrem Projekt-Know-how umfangreiche Aufträge zu akquirieren und sich neue Märkte zu erschließen.

Nikolaus Giesbert, Bereichsvorstand der Commerzbank AG
Die Commerzbank unterstützt sie dabei, dieses riesige Potenzial zu nutzen. Dazu hat sie mit der größten chinesischen Bank, der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), ein Rahmenabkommen geschlossen. Es umfasst die Projektfinanzierung, das Kapitalmarktgeschäft und die Handelsfinanzierung. In den nächsten fünf Jahren sollen Projekte mit einem Geschäftsvolumen von insgesamt 5 Mrd. US-Dollar unterstützt werden. „Wir sind das einzige deutsche Kreditinstitut, das eine solche Vereinbarung mit der ICBC abgeschlossen hat“, berichtet Commerzbank-Bereichsvorstand Nikolaus Giesbert. Außerdem bringt die Commerzbank die Kompetenz mit, um Unternehmen bei BRI-Projekten zu unterstützen: Sie ist in beinahe allen Ländern entlang der neuen Seidenstraße aktiv und kennt die Märkte sowie die Branchen vor Ort.

Stärkung grenzüberschreitender Kooperationen
Dieses ehrgeizige Projekt sorgt also für gute Aussichten bei deutschen Unternehmen, wie Giesbert weiter ausführt: „Mit unserer weltweiten Präsenz sind wir bestens darauf vorbereitet, unsere Kunden bei ihren Investitionsvorhaben im Ausland zu begleiten. Die Vertriebsstärke der Commerzbank in Europa, kombiniert mit den lokalen Kenntnissen der ICBC im chinesischen Markt, wird deutschen und europäischen Unternehmen dabei helfen, Geschäftsmöglichkeiten entlang der Handelskorridore zu nutzen – gleichzeitig werden asiatische Unternehmen bei ihren Geschäften in Europa unterstützt.“

Inmitten der neuen Handelsbarrieren und Strafzölle setzt die Commerzbank damit ein deutliches Zeichen für grenzüberschreitende Kooperationen und ein internationales Miteinander.

Bildrechte: shutterstock, pio3, iStock, karsty, Commerzbank