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# Winter 2018/2019

Maschinen, die über das Internet of Things kommunizieren, ermöglichen neue Formen der Finanzierung.

Digitalisierung

Pay-per-Use: Flexibler finanzieren mit nutzungsbasierten Raten

Kann mein Unternehmen in neue Maschinen investieren, obwohl die Auslastung unserer Anlagen saisonal oder zyklisch schwankt und unsere Liquidität dann phasenweise in Gefahr gerät? Diese Ungewissheit erschwert immer wieder Investitionsentscheidungen. Ab sofort gibt es darauf eine klare Antwort: Pay-per-Use, die neue nutzungsbasierte Finanzierungsform der Commerzbank.

Für anstehende Maschinen- oder Anlageinvestitionen suchen viele Unternehmen nach einer Finanzierungsmöglichkeit, mit der sie die Kosten der Investition variabel gestalten können. So sollte sich die Liquiditätsbelastung aus der Finanzierung an saisonale oder zyklische Auslastungsschwankungen der neuen Produktionsanlagen anpassen.

Die Tilgungsraten passen sich an die Nutzungsdaten der Maschine an, die automatisch an die Commerzbank übermittelt werden.

Internet of Things ermöglicht die Lösung
Im Zeitalter von Industrie 4.0 macht das Internet of Things (IoT) dank zunehmender Konnektivität eine Fülle von Daten verfügbar. Dazu gehören insbesondere Nutzungsdaten von Maschinen in der Produktion. Darauf basiert die neue datengestützte Finanzierungslösung Pay-per-Use: Sie orientiert sich bei der Rückführung der Finanzierung an der Maschinenauslastung. Dazu werden die relevanten Nutzungsdaten IoT-fähiger Maschinen erfasst und automatisiert an die Commerzbank übermittelt. Dabei fällt kein manueller Aufwand an.

Raten ziehen im Gleichklang mit
Die Tilgungshöhe des Pay-per-Use-Kredits errechnet sich dann aus der tatsächlichen Auslastung des Investitionsgutes: Ist sie gering, sinkt auch die Tilgung bis hin zu einer Halbierung der laufenden Raten; die Liquidität wird geschont. Zieht die Auslastung wieder an, steigen die Raten im Gleichklang mit.

Besonders interessant ist Pay-per-Use für stark wachsende Unternehmen und Branchen mit einem zyklischen oder saisonalen Geschäftsverlauf – etwa Zulieferer aus dem Bereich Automotive, die regelmäßig mit dem Auf und Ab im Lebenszyklus von Modellreihen konfrontiert sind.

Die neue Flexibilität in der Liquiditätssteuerung
Entwickelt hat die Commerzbank dieses innovative Konzept gemeinsam mit den Werkzeugmaschinenbauern der EMAG GmbH & Co KG. Dr. Achim Feinauer, COO der Firma aus Salach in Baden-Württemberg: „Pay-per-Use-Finanzierungen gehören zu den wenigen Features von Industrie 4.0, die es von der Theorie in die Praxis geschafft haben.“ Die Vernetzung der Werkzeugmaschinen von EMAG über IoT ermöglicht einen detaillierten Einblick in deren Nutzungsablauf – und dadurch die Errechnung der Tilgungs- bzw. Leasingraten für deren Finanzierung. So entsteht eine ganz neue Flexibilität in der Liquiditätssteuerung.

Kredit- und Leasingvarianten
Mit Pay-per-Use lassen sich sowohl on-balance als auch off-balance Finanzierungen darstellen. So kann der Finanzierungsnehmer genau die Variante wählen, die am besten in seine Gesamtfinanzierungsstrategie passt. Dabei orientiert sich die Kreditvariante (on-balance) stärker an einer klassischen Bonitätsfinanzierung, was höhere Flexibilität ermöglicht. Die bilanzschonende Leasingvariante dagegen richtet sich stärker am Investitionsgut aus.

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