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# Winter 2017/2018

Die Weichen für eine perfekte Nachfolgeregelung sollten frühzeitig gestellt werden.

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„Verschieben wir’s auf morgen“: Falsches Zögern beim familieninternen Generationswechsel

Bis 2018 steht bei 580.000 Mittelständlern ein Generationswechsel innerhalb der Familie an. Die interne Nachfolgeregelung ist damit eines der zentralen Zukunftsthemen im deutschen Mittelstand.

So eindeutig die Zahlen sind: Gesellschafter und Eigentümer verkennen oft den Handlungsbedarf und neigen dazu, die Nachfolgeregelung zurückzustellen. Unterschätzt wird vor allem der Faktor Zeit. Planung und Umsetzung einer Nachfolge nehmen erfahrungsgemäß mindestens fünf Jahre in Anspruch. In etwa der Hälfte der Unternehmen aber, die übergeben oder verkauft werden sollen, ist der Inhaber bereits 60 Jahre oder älter – die Zeit drängt.

Dabei sollten sich mittelständische Unternehmen nicht durch vermeintlich hohe Kaufpreise und Unternehmensbewertungen von einer familieninternen Nachfolgeregelung abschrecken lassen. Denn sie kann auch als Chance genutzt werden, gewachsene Gesellschafterstrukturen wieder zu fokussieren und die Gesellschafter, die nicht mehr aktiver Teil des Unternehmens sein wollen, nach fairer Bewertung auszuzahlen.

Alle Teilaspekte integrieren
Die familieninterne Nachfolge ist grundsätzlich durch eine Übertragung von Anteilen und Managementverantwortung an die Nachfolgegeneration und/oder andere Familienmitglieder möglich. Die Übertragung kann entgeltlich (z. B. gegen Kaufpreiszahlung) oder unentgeltlich (z. B. mittels Schenkung) erfolgen. Um ein professionelles und ebenso auf der Finanzierungsseite belastbares Nachfolgekonzept zu entwickeln, sollte frühzeitig ein interdisziplinäres Team spezialisierter Berater eingebunden werden. Wichtig ist besonders, dass die einzelnen Teilaspekte (Erb- und Steuerrecht, Gesellschaftsrecht und Finanzierung) in ein Gesamtkonzept integriert werden.

Ein interdisziplinäres Team spezialisierter Berater garantiert, dass alle Teilaspekte des Generationswechsels berücksichtigt werden.

Die Besonderheit bei der Ausfinanzierung eines Gesellschafters liegt darin, dass sowohl strukturelle Elemente einer klassischen Corporate-Finanzierung (z. B. Optimierung der Passivseite) als auch Elemente einer cashfloworientierten Finanzierung (Buy-out) berücksichtigt werden müssen. Bei Unternehmen mit guter Kapitalausstattung in der Rechtsform der GmbH kann zudem die Finanzierung des Rückkaufs eigener Anteile ein interessantes Element der Strukturierung sein.

Weichen frühzeitig stellen
Die Weichen für eine passgenaue Finanzierung stellt das Unternehmen am besten frühzeitig durch ein aussagekräftiges Reporting. Für die erfolgreiche Umsetzung ist dann eine zeitnahe und transparente Kommunikation zwischen den verschiedenen Beraterteams und den Gesellschaftern erforderlich. Ein professionelles Transaktionsmanagement gewährleistet darüber hinaus, dass die einzelnen Elemente auf der Zeitachse ineinandergreifen.

Auch wenn die Berater beim Gelingen der familieninternen Nachfolgeregelung wichtige Unterstützung geben: Entscheidend ist das persönliche Engagement der Gesellschafter bei der Entwicklung einer tragfähigen Finanzierungsstruktur – und zwar sowohl der abgebenden als auch der übernehmenden Gesellschafter.

Bildrechte: Commerzbank AG

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