Aktuelles für Firmenkunden

# Herbst 2017

Fachkräftemangel wird in vielen Sektoren zunehmend zum Wachstumsrisiko.

Sektorkompetenz

Wettbewerbsfaktor Personalarbeit:
Wie erreicht man den Nachwuchs?

Mit über einer Million Beschäftigten ist der Maschinenbau Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber. Angesichts der Wachstumserwartung des Branchenverbands VDMA von drei Prozent für 2017 suchen die Unternehmen händeringend nach weiteren Fachkräften. Doch der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Was kann man tun – nicht nur im Maschinenbau?

Experten unter anderem für Automatisierung und Elektrotechnik sowie für Informatik und Softwareentwicklung fehlen vor allem in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen – ausgerechnet dort, wo der Großteil der Maschinenbauer in Deutschland ansässig ist. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt ein Blick in die Praxis: Offene Posten im zweistelligen Bereich sind in einzelnen mittelständischen Unternehmen keine Seltenheit.

Innovatives Recruiting gegen den Fachkräftemangel
Spätestens dann wird Personalarbeit zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Innovative Wege für die Rekrutierung und Weiterentwicklung von Fachkräften angesichts der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung waren daher die zentralen Themen beim neunten Kolloquium des sektor:netzwerks Capital Goods & Steel der Commerzbank.

Wer sucht wen?
Nachwuchskräfte der Jahrgänge 1991 bis 2000, die sogenannten Digital Natives, kommunizieren vor allem in sozialen Netzwerken. Sie benutzen Internet-Stellenbörsen für die Jobsuche und haben öffentliche Profile in Karrierenetzwerken. Für Personalverantwortliche gilt es deshalb, das Such- und Entscheidungsverhalten ihrer Zielgruppe zu kennen und zu berücksichtigen.

Geht es um die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber, setzt der größte Teil der Digital Natives auf Karrierewebseiten der Unternehmen, Arbeitgeber-Rankings, Bewertungsplattformen und -Gütesiegel.

Personalentwicklung nutzt vorhandenes Potenzial
Großes Potenzial steckt für viele Unternehmen in den bereits vorhandenen Mitarbeitern. Denn oft unterschätzen Führungskräfte deren Willen zur Veränderung. Dabei bewältigen viele Beschäftigte schon heute Wandel, Komplexität und Unwägbarkeiten. Für die Unternehmen gilt es, international und interdisziplinär immer besser und schneller zusammenzuarbeiten. Kompetenzen, die dazu verstärkt benötigt werden, sind zum Beispiel Vermittlungs- und Reflexionsfähigkeit sowie kulturelle Kompetenz und solide Sprachkenntnisse.

Bildrechte: iStock, fotolia